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Logistik der kurzen Wege

Die Logistik Service Lengerich sorgt dafür, dass die Waren des westfälischen Verpackungsherstellers Bischof + Klein effizient umgeschlagen und schnell an die Kunden ausgeliefert werden. Dabei setzt der Logistikdienstleister auf tatkräftige Unterstützung der Jungheinrich AG.

 

In Westfalen gibt es in diesem Jahr ein Jubiläum der besonderen Art. Vor zehn Jahren gründeten der in Lengerich ansässige Verpackungsproduzent Bischof + Klein und die Fiege Gruppe, Greven, die gemeinschaftliche Gesellschaft LSL - die Logistik Service Lengerich GmbH & Co. KG. „Damit wurde 1994 die langjährige Zusammenarbeit zwischen beiden Häusern manifestiert", so Hans-Georg Osterbrink, Geschäftsführer der Logistik Service Lengerich GmbH & Co. KG. Die LSL übernahm seinerzeit die Aufgaben der hiesigen Fiege-Niederlassung, nämlich die gesamte Transportabwicklung für die B+K-Produkte, die seit 1985 erfolgreich umgesetzt wird.

Der „vorläufige Höhepunkt dieser Kooperation", so Osterbrink weiter, war die Errichtung des neuen Logistik Centers Ende vorvergangenen Jahres am Standort Lengerich: Auf etwa 11.000 Quadratmetern Fläche werden die Waren von Bischof + Klein nicht nur gelagert, sondern auch kommissioniert und anschließend weltweit verschickt. Logistik Service Lengerich wickelt in dem Lagerneubau mit etwa 22.500 Palettenstellplätzen sowohl die Rohwarenlogistik für die Produktion als auch die Fertigwarenlogistik für Kundenaufträge ab. Die Investitionssumme betrug insgesamt neun Millionen Euro.

Bischof + Klein hat sich aus einem kleinen, 1892 gegründeten Handwerksbetrieb zu einer weltweiten Industrieunternehmensgruppe mit zehn Standorten und 26 Vertriebsrepräsentanzen in 23 Ländern entwickelt. Die B+K-Gruppe erwirtschaftete in 2003 einen Umsatz von rund 415 Millionen Euro und beschäftigt zurzeit rund 2.500 Mitarbeiter. Am Standort Lengerich, mit insgesamt rund 1.300 Beschäftigten, werden Flexible Verpackungen aus Kunststoff und Papier für die Märkte Agro und Garten, Basis und Petrochemie, Bau und Haus, Hygiene, Nahrung- und Genussmittel, Pharma, Tiernahrung, Wasch- und Reinigungsmittel aber auch Technische Folien hergestellt.

Neue Logistikorganisation: 5.000 Lkw-Fahrten eingespart

Da das Lager über einen direkten Gleisanschluss verfügt kann die Logistik der kurzen Wege in Lengerich überwiegend auch umweltschonend über die Schiene abgewickelt werden. Durch die mit dem Neubau und der Umstellung der Beschaffungslogistik auf die Bahn in Zusammenhang stehende Auflösung mehrerer Satellitenlager, können zudem jährlich rund 5.000 Lkw-Fahrten eingespart werden. Die Effizienz der außerbetrieblichen Transporte ist damit ebenfalls gestiegen.

Um Effizienz geht es aber auch im Logistik Center. Damit hier alles reibungslos verläuft, dafür sorgt die Jungheinrich AG. Der langjährige Geschäftspartner von Fiege lieferte nicht nur die für die Ein- und Auslagerung sowie den Transport notwendigen Geräte, sondern erstellte gleichzeitig das komplette Regalsystem für das Logistik Center Lengerich.

Auf Grund der unterschiedlichen Palettengröße, sie schwankt von einem halben Euromaß bis zu einer Größe von 1,40 Meter mal 2,80 Meter mal 1,80 Meter, sowie deren Gewicht (zwischen 80 Kilogramm und 1,8 Tonnen) konnte hier kein Dunkellager errichtet werden. „Ein ganz normales mann-zubeschickendes war notwendig", so Norbert Kerstein, Bereichsleiter Warehousing bei der LSL.

Das etwa 11.000 Quadratmeter große Lager besitzt 30 Regalzeilen mit etwa 20.000 Palettenstellplätzen. Es teilt sich in einen Breitgang- sowie einen Schmalgangbereich. Vier Jungheinrich-Stapler sorgen für den reibungslosen Ablauf - zwei Schubmaststapler ETV 325 sowie zwei Hochregalstapler vom Typ EKX 515. „Mit den Staplern sind wir sehr zufrieden", erzählt Kerstein. „Und nicht nur wir", fügt er schmunzelnd hinzu, „auch die Jungs, die die Geräte fahren."

Kundenspezifische Fertigung: Minimale Lagerzeiten im LSL

Damit die „Jungs" die Geräte fahren können, muss zunächst einmal die Ware im Lager ankommen. Der Eingangspunkt hierfür ist das Rollenband, am Ende dessen die zu lagernden Produkte gescannt werden. „Damit gehen die Waren auch in unseren Besitz über", erläutert Norbert Kerstein. Die Besonderheit ist, dass es sich bei B+K um einen Einzelfertiger handelt. Auf Grund dessen, dass jedes Produkt speziell für einen Kunden gefertigt wird, sind die Lagerzeiten im Logistikzentrum in Lengerich sehr minimal. „Es gibt auch keine so genannten A- und B-Artikel", erläutert er, „wie das normalerweise der Fall ist."

„Hier lagert alles, von der Industrie- und Konsumverpackung bis hin zu Technischen Folien. sagt Norbert Kerstein. Weltweit tätige namhafte Hersteller aus den unterschiedlichsten Marktsegmenten gehören zum Kundenkreis.

Vom Rollenband gelangt die Ware schließlich ins Hochregallager. Abhängig von der Größe der Palette wird ihr entweder im Schmalgang- oder aber im Breitganglager ein Platz zugewiesen. Hier machen sich die Vorteile beider Staplerkonzepte aus dem Hause Jungheinrich bemerkbar.

Da ist zum einen der Hochregalstaplerstapler EKX 515 mit einer Tragfähigkeit von 1.500 Kilogramm. Das Gerät aus der Kombi-Baureihe fährt seine Stärken im Schmalgang durch eine Vielzahl technischer Weiterentwicklungen aus. Der durchgängige Drehstromantrieb für alle Aggregate in diesem Gerät sorgt für höchste Motorleistung und geringste Wartungskosten. Die allseits bekannten Vorteile der Drehstromtechnik, bei dem der in der Batterie gespeicherte Gleichstrom in Drehstrom umgewandelt wird, haben nicht nur Fiege, LSL sowie Bischof + Klein überzeugt.

Wirtschaftlich: Optimaler Wirkungsgrad der elektrischen Anlage

Der EKX 515 bringt es für Schmalgeräte auf bislang unerreichbare Beschleunigungswerte mit hohen Fahr- und Hubgeschwindigkeiten für höchste Umschlagleistungen. Die Hubgeschwindigkeiten erreichen in der Spitze 0,47 Meter/Sekunde. Das Gerät selbst ist im Schmalgang, aber auch außerhalb dessen, mit bis zu 10,5 Kilometern in der Stunde unterwegs. Unübertroffen ist zudem die Wirtschaftlichkeit des Gerätes durch einen optimalen Wirkungsgrad der elektrischen Anlage. Hinzu kommt eine effektive Energierückgewinnung beim Abbremsen beziehungsweise Senken der Last. Durch den Wegfall der Kohlebürsten sind alle Drehstrommotoren im EKX 515 praktisch wartungsfrei.

Diese Baureihe kombiniert das Ein- und Ausstapeln ganzer Paletten sowie das Kommissionieren einzelner Artikel aus dem Regal in besonders wirtschaftlicher Weise in einem Gerät. Die hebbare Bedienkabine sorgt für eine stets optimale Sicht auf Gabeln und Regalfach - ein entscheidender Vorteil in Höhen über vierzehn Metern.

Zum anderen sorgen Schubmaststapler von Typ ETV 325 aus dem Hause Jungheinrich für den reibungslosen Ablauf. Dieses ebenfalls für schmale Gänge und hohe Hubhöhen ausgelegte Gerät besitzt eine Tragfähigkeit von 2.500 Kilogramm und bringt es mit einem Dreifach-Hubgerüst auf eine Hubhöhe von bis zu 8420 Millimetern. Dabei hat der Fahrer des ETV 325 dank dem Panorama-Hubgerüst eine hervorragende Sicht auf Gabeln, Last und Radarme. Die patentierte Mastvorschubdämpfung bei den Dreifach-Hubgerüsten ermöglicht zudem ein zügiges Ein- und Ausstapeln.

Drehstrom: Energiesparende Motoren und hohe Beschleunigung

Der schnelle Elektro-Schubmaststapler aus dem Hause Jungheinrich, seine Fahrgeschwindigkeit beträgt mit und ohne Last 11,7 Kilometer pro Stunde, ist komplett mit Drehstromtechnik für Fahren und Heben ausgestattet. Leistungstransistoren steuern mit hohen Taktfrequenzen die Motoren energiesparend und geräuschlos. Dank des ruckfreien Anfahrens durch diese Fahrsteuerung wird eine hohe Beschleunigung ermöglicht. Zudem wird durch Energierückgewinnung die Einsatzzeit der Batterie verlängert.

Ergonomie schreibt Jungheinrich auch beim ETV 325 groß. Der Arbeitsplatz bietet dem Fahrer durch die großzügige Gestaltung eine bequeme Körperhaltung und damit auch eine angenehme Entlastung des Rückgrades. Zudem ermöglicht ein einzelner Hebel für Heben, Senken, Schieben, Neigen und Seitenschub, der MULTI-PILOT von Jungheinrich, ein besonders schnelles Agieren ohne Umgreifen.

Doch nicht nur die hohe Effizienz war der Grund für die Verantwortlichen der LSL Lengerich GmbH & Co. KG auf Jungheinrich-Stapler zurückzugreifen. „Wir haben die Geräte noch aus einem anderen, einfachen Grund", resümiert Hans Osterbrink, „weil wir mit dem Kundendienst von Jungheinrich sehr, sehr zufrieden sind." Die Entscheidung pro Jungheinrich habe zu 60 Prozent mit dem Kundendienst zu tun.